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Volkes Wille

Bundeskanzlerin Merkel war entsetzt. Es ist erst 2010, sie hatte 2006 den glücklosen Kanzler Schröder aus dem Amt gefegt, was allerdings nicht allzu schwer war, denn der hätte gegen jede Vogelscheuche verloren mit seinen sechs Millionen Arbeitslosen am Hals. Seine alberne und dämliche Agenda 2010 brach ihm endgültig den Hals als Kanzler. So hatte eben sie das Glück.
Ihre ewige Nähe zu den Mächtigen Deutschlands war nun endlich von Erfolg gekröhnt worden. Jetzt hatte sie die Macht seit einem Jahr, nur sieben Millionen Arbeitslose und das dumme Volk war doch tatsächlich undankbar. Sie fühlte sich wie der einstige Parteichef Honecker, so groß war ihre Wut. Wie konnte dieses undankbare Volk es wagen? Das undankbare deutsch Volk hat doch tatsächlich gewagt, das zweite große Lebenswerk ihrs Vorbilds Helmut Kohl nach der Einheit, den Euro in einem Volksentscheid in Frage zu stellen. Aber nichtnur das deutsche Volk erwies sich so frech und dreist, auch alle übrigen, 2002 mit dem Euro beglückten Völker hatten sich in ihren Ländern mit Volksentscheiden durchgesetzt und wollten nun ihr altes Geld zurück. Sogar die Italiener wollten ihr alberne Lira zurück. Sie begriff das alles nicht, aber ihr persönlich war das völlig egal, denn sie war im Osten Deutschlands, in der DDR aufgewachsen und da war sie schon froh, dass sie keine Ostmark mehr auf ihrem, mittlerweile recht üppigem Konto hatte. als Vorsitzende der CDU und als Kanzlerin durfte ihr das ärgerlicherweise aber nicht egal sein und daher war sie eben entsetzt. Auch die Bosse der exportierenden Wirtschaft hatten sich bei den Jammernden eingereiht, denn der teure Euro würde angeblich ihr Produkte so verteuern, das diese niemand außerhalb der EU niemand mehr wollte. Was ging das sie an? Sie hatte Physik studiert im Osten und nicht westdeutsche Ökonomie! Nur als Kanzlerin war sie dazu verflucht, sich zu kümmern.
Innenminister Westerwelle brachte ihr dann auch die Hiobsbotschaft. Die Vertreter der Staaten der EU in Brüssel hatten entschieden und jeder Staat solle wieder auf seine alte Währung zurückgehen.
Westerwelle versuchte sie zu trösten und nannte sie zärtlich Angie. Eigentlich konnte Merkel dieses schleimige Pickelgesicht nicht leiden, aber sie brauchte die FDP nun mal für eine stabile Mehrheit im Bundestag. Jetzt wurde Merkel zickig. Sie musste sich bei Schröder erkundigen, wie der das mit der Logistik beim Umtausch hinbekommen hatte, aber Schröder und sie verband nur eine von Herzen kommende, abgrundtiefe Feindschaft und sie schwor Rache an ihrem launigen Volk. Wenn das schon ihre D-Mark wiederhaben wollten, dann sollte es dafür auch bluten.
Übellaunig bestellte sie die Vertreter der Industrie und des Handels zu sich, denn sie hatte einen fiesen Plan. In kleiner und geheimer Runde machte sie denen dann klar, dass sie nach dem Rücktausch dann freie Hand bei der Preisgestaltung in D-Mark hätten und sich die Regierung nicht einmischen würde, wenn der eigentliche Kurs von 1:2 nach dem Rücktausch in den Geschäften auch bis 1:4 für die angebotenen Artikel betragen würde. Die Lebenshaltungskosten hatten sich in den letzten zwei Jahren sowieso vervierfacht und das Volk hat es geschluckt.
Dem Parlament dürfte das herzlich egal sein, denn die nächste satte Erhöhung der Diäten war ja schon eine beschlossene Sache, genauso wie die Aufstockung der Altersbezüge. Nur die Opposition würde greinen, aber das tat sie ja immer. Merkel störte sich auch nicht daran, das es ein Wahljahr war, denn Kandidat der Union war diesmal Stoiber und der Kandidat der SPD war Clement, aber der ging ihr am teuer gelifteten Arsch vorbei, denn leiden konnte sie Stoiber eigentlich noch nie. Alles nur Zweckbündnisse, um an die Macht zu kommen, die sie jetzt ja hatte. Sie hatte ihr Geld in der Tasche und in der Schweiz und ihr war dringend nach Ruhestand zumute. Vier Jahre Kanzlerschaft waren der Physikerin aus der DDR ganz einfach zuviel. Das Einzige, was sie wirklich störte, waren diejenigen, die in der EU ihre Meinung teilten. Die Türkei, die sie, die große Kanzlerin, bei jedem Staatsbesuch mehr oder weniger höflich aus dem Land herauskomplimentiert hatten. Dann noch die Polen, die ihr Szloty ums Verrecken nicht wiederhaben wollten und die sie schon in ihrer Jugend in der DDR nur als lästig empfunden hatte. Merkel empfand sich nicht als Fremdenfeindlich, aber die DDR war nun mal ein abgeschottetes Land und da gab es kaum Fremde. Blanke Gewohnheit also!