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Vom Ende der sozialen Demokratie

Sehr geehrte Herr Bundeskanzler

Entschuldigen Sie meine harte Wortwahl, aber mir, eigentlich einem Sozialdemokraten aus Überzeugung, platzt nun, wie vielen Bürgern in Deutschland, der Kragen. Ich bin so frei und formuliere das mal aus: So, wie Ihre angebliche Gesundheitsministerin Schmidt mit den Leuten umgeht, die sich dagegen am Wenigsten wehren können, den Kranken, hat mit Sozialdemokratie nichts mehr zu tun, sondern hat seine Wurzeln im Raubrittertum und nirgendwo anders. Jede zweite Woche fällt sie mit neuen Einsparideen im Gesundheitswesen über die Kranken her, wie ein Geier über halbtotes Aas. Nun 12 Wochen Unterbrechung bei laufenden Therapien, wie zum Beispiel Schlaganfalllähmungen, wie ich eine habe. Wird die Frau eigentlich von Ärzten beraten oder von Barbieren und Metzgern? 12 Wochen Unterbrechung heißt nichts weiter, als das der Effekt der bisherigen Therapie wieder gegen Null gefahren wird und das Ganze dann nur noch länger dauert. 40 Prozent schnelle Kostenersparnis heißt ja nicht automatisch 40 Prozent mehr Gesundheit, sondern völlig das Gegenteil und die Behandlungen dauern nur länger und damit teurer. Wenigstens rechnen sollte die Frau doch gelernt haben, wenn ihr das logische Denken schon so völlig abgeht. Ich reiche jetzt noch ein paar Stammtischargumente nach, die aber leider an Bedeutung gewinnen. Der Staat Deutschland hat kein Geld und ist pleite, aber seine Regierung reist durch die Welt und verteilt auf das Freundlichste in jedem dritten Land Entwicklungs- und Aufbauhilfe. Nur wenn das mit Deutschland so weitergeht, kommen dann zu uns wieder die Amerikaner und verteilen hier wieder Care-Pakete? Wenn Sie meinen sparen zu müssen, hätte ich glatt eine Idee. Was zum Henker haben deutsche Berufssoldaten schwer bezahlt in Afghanistan herumzulungern und wozu braucht Deutschland denn überhaupt noch eine teure Wehrpflichtigenarmee? Da könnten sie sparen, ohne jemandem wehzutun und würden vielen jungen Leuten noch einen Gefallen erweisen, die den nervigen Wehrdienst dann aus ihrer Lebensplanung streichen können. Damit wäre auch die jetzt schon überforderte deutsche Bürokratie entlastet, die ja an den simpelsten Rentenberechnungen schon scheitert. Helmut Schmidt hatte 1981 sehr viel weniger Mist gebaut und war dann für sehr lange 16 Jahre der letzte sozialdemokratische Kanzler. Wenn ihre Regierung weiter so vor sich hin doktert, prophezeie ich mindestens 20 Jahre ohne die Sozialdemokraten an der Spitze Deutschlands. Es ist nun mittlerweile ja keine Frage mehr, ob Rot/Grün abgewählt wird, sondern eigentlich nur wie lange. Mit Ihrer Politik der sozialen Kälte haben Sie mehr Deutsche verprellt, als nur mich. Eine Mehrheit gegen Sie wird es jedenfalls werden. Ganz abgesehen davon ist die aktuelle Politik eine Steilvorlage für Union und FDP. Alles, was Merkel, Stoiber und Co. Nach ihrem Wahlsieg dann anrichten werden, fällt dann auf sie zurück und das dann über Jahre. Wäre ich Sie, würde ich meinen reformfreudigen Gesundheitsgeier Schmidt langsam etwas ausbremsen. Sonst ist es wirklich das Ende der Sozialdemokratie an einer Regierung.

In der Annahme, das Sie auch diese gut gemeinte Warnung von der Basis in den Wind schlagen werden, dennoch

Mit freundlichen Grüßen
Ronald Schubert