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Vom Ende eines Boards

Da gibt es ein Board im Internet, von dem, nicht zuletzt durch mich, einige Menschen schon gehört haben werden. Es wollte in jeder Beziehung anders sein, als andere Boards im Internet und die Betreiber fingen damit schon beim Namen an und nannten es „Nensch“ und die User, die dort schrieben, betrachteten sich allen Ernstes dann auch als „Nenschen“.
Dort schrieben sich auch nicht Kinder und Jugendliche die Tasten wund, wie im Rest des Internets, sondern körperlich gesunde, aber ganz offensichtlich ziemlich frustrierte Erwachsene bis hin zu leibhaftigen Doktoren und Einserabiturienten mit Staatsexamen , die mit ihrem Leben sonst nichts Besseres anzufangen wissen. So weit, so normal heutzutage. Nun hat dieses Board aber eine Eigenheit, denn es gibt dort eine dubiose technische Einrichtung, mit der man nicht nur über die Veröffentlichung dafür vorgesehener Texte und Beiträge abstimmen kann, sondern bei Bedarf auch die Qualität fremder Kommentare zensieren kann.
Ein Konzept, das aufgehen würde, hätte man es nicht mit Menschen zu tun, die ihr mieses Leben, schlechten Stuhlgang oder schlechten Sex nur dadurch ausgleichen können, indem sie solange fremde Leute schlecht zensieren, bis es ihnen besser geht oder sie einen Orgasmus hatten. Je nach dem, was mehr vermisst wird. Auf „Nensch“ ist man besonders stolz auf die angelernte Bildung, die mit dem Leben und der Lebenserfahrung nicht allzu viel zu tun hat. Es wird ganz gerne damit geprotzt, irgendeine Bildung genossen zu haben und das wird in diesem Forum auch per se und per Überschrift belegt, die an Großkotzigkeit und Arroganz kaum zu wünschen übrig lässt. „Nensch | die Avantgarde im Rückspiegel“, „Nensch | Götterdämmerung“, „Nensch | Die wichtigste Seite im Netz“ und „Nensch | Wenn Mobbing sie langweilt“, Nensch | die neue Ehrlichkeit“ und ähnlich überdrehter Wortmüll ließen darauf schließen, dass sich dort halbwegs gebildete Menschen ihr Nest im Internet gebaut haben. Nur dieser Eindruck ist falsch, denn es sind nur sehr alte Kinder.
Menschen, die promoviert haben und dann im Internet enden, sind mir ja von vorneherein schon ein wenig suspekt, aber es kam noch besser, denn „Nensch“ gibt sich schwer demokratisch, aber einiger der Demokraten dort sind recht speziell gehäkelt und echte Spezialdemokraten.
Denn ich kaufe keinem auch nur im Ansatz eine demokratische Gesinnung ab, der zuhause mit einer geladenen Knarre unter dem Kopfkissen lebt. Bei „Nensch“ allerdings gilt so ein Ritter als äußerst vertrauenswürdig und so darf er via Wertung auch fremde Leute fertig machen und in diesem Fall mich, weil ich mich als bekennender Pazifist geoutet hatte. Auch als Flamer aus Leidenschaft einen Namen machte und mich für einen Rechtschreibfehler gleich mehrere Wochen verfolgte.
Er schreibe gerne Satiren, so heißt es auf der eigenen HP, aber sein letzter Lobgesang auf seine scharfe Waffe war weder satirisch, noch sonst irgendwie zum Lachen, sondern sein tödlicher Ernst.
Das dabei dann aber auch ausnahmslos alle „Nenschen“ mitgemacht haben, dass nahm mir dann die letzte Illusion von einem erwachsenem Board. Zumal dort ja einige selbsternannte, missionierende schwarze Ritter aus der Kindercommunity GIGA ihr Willkommen fanden, die auf „Nensch“ dann nichts Besseres zu tun hatten, als jeden, aber auch wirklich jeden meiner Sätze schlecht zu zensieren. Genauso, wie eine ältere Frau der Sorte Desperate Housewifes, die gar nicht schlecht genug zensieren kann, wenn man den Wohnsitz ihres Gottes anzweifelt.
Nur hat die Zensur bei „Nensch“ dieselbe Auswirkung, wie das Verkünden der eigenen Meinung in der DDR. Wenn man, wie ich, oft genug schlechte Zensuren von den unbefriedigten Erwachsenen bekam, schlug eine sehr dubiose Technik zu, wie in der DDR die Stasi und man wurde geknebelt. Bei „Nensch“ nennt man diesen Vorgang „Nullen“ und das trieb schon solche Blüten, dass ein weißbärtiger „Nensch“ in seinem Tagebuch dort allen Ernstes die „Andreaskarlung“ eines bestimmten Users forderte, der ihn mit einem kritischen Kommentar bedacht hat, weil er ansonsten gehen würde. „Andreaskarlung“ ist ein Begriff nach einem Vorgang, wo die „Nenschen" mit einem Andreas Karl so beschissen umgegangen sind, das dieser User dann das Weite suchte. Also gibt es sogar schon eigene Begriffe für den schlechten Umgang mit Menschen bei „Nensch“. Nun ist dieser weißbärtige User nicht unbedingt die personifizierte Offenheit und schon gar nicht die neue Ehrlichkeit, die sich dieses Forum so aufdringlich auf die Fahne geschrieben hat, sondern er gehört zu den feigen Hunden, die erst dann eine Kritik üben können, wenn sich der Kritisierte schon nicht mehr verteidigen oder verwahren kann, weil er, wie ich, schon ewig geknebelt und gesperrt ist. Interessanterweise bestehen gerade die Leute auf die Möglichkeit zur Zensur fremder Leute, die am Wenigsten zu „Nensch“ beigetragen haben, also vulgo, die am Wenigsten Beiträge und Texte abliefern.
Auf die Art gibt es schon seit Wochen keine neuen Beiträge und Texte mehr und dem Forum „Nensch“ mangelt es ganz einfach an der nötigen Substanz, um noch irgendwo halbwegs interessant zu sein. Um daran etwas zu ändern, schraubt man nicht etwa am Konzept, sondern „Nensch“ wechselt Design und Farbe. Eine Aktion, die mir noch von GIGA bestens bekannt ist, denn da wurde auch am Design gedreht, wenn es völlig andere Fehler gab. Ich habe empfohlen, einen Textgenerator einzubauen, die dem drei Stichworte reichen, um einen ganzen Text zu bekommen und wenn man schlau ist, baut man das bei „Nensch“ mit ein, denn so bekommt man wenigstens auch etwas zu lesen dort.
So war „Nensch“ meine schlechteste Erfahrung im Internet, denn Kinder und ihre Foren werden ja noch erwachsen und dieser Zug ist bei „Nensch“ ganzdefinitiv schon weg. So ist das Ende dieses boards durchaus schon absehbar und mir tut es nicht einmal Leid, weil ich genügend Grund habe, im Zorn zurück zu blicken!

Es kamen schon harte Einsprüche zu diesem Text, die aber keiner selbst formulieren will, denn dazu fehlt den „Nenschen“ der Mut. Es ist aber schon recht bezeichnend, dass in der nächsten Version, die Kommetarbewertung, die Zenurmöglichkeit bei Kommentaren, völlig gestrichen sein soll. Da fehlt dann einigen „Nenschen“ noch mehr die Motivation, überhaupt etwas auf „Nensch“ zu schreiben.

Für die übliche Wut und andere Ausbrüche, anonyme Beschimpfung oder auch nur Kommentare durch Leute, peinliche Nenschen oder andere Mutanten, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, bitte hier klicken!