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Von Zuhause einkaufen

Auf gut deutsch Homeshopping wurde vor 10 Jahren noch als das Einkaufen der Zukunft angepriesen.
Nur wenn man sieht, was davon übrig ist, bleibt von der Begeisterung von 1994 nicht viel übrig. Man bekommt nicht etwa das angeboten, was man gerade bräuchte, sondern das, was gerade irgendeine Firma auf Halde, also zuviel hat.
Entsprechend auch das Gewese der Verkäufer bei den Homeshopping Sendungen.
Ob da ein Walter Freywald auf RTL lumpige Pfannen zu Wunderwerken der Zivilisation erklärt und sich dabei fast umbringt, oder weniger prominente Kollegen auf Sat1 und Co den Menschen am Fernseher erzählen wollen, das sie ein sauteures Keyboard mit leuchtenden Tasten mindestens zu einem Mozart macht.
Es ist eigentlich immer nur Nepp und Trödel, der da verhökert wird.
Aber es gibt ja Leute, die das sogar kaufen.
Auch ich oute mich als dämliches Opfer, das Herrn Freywald schon einmal geglaubt hat und prompt reingefallen ist.
Eine relativ billige DVD Heimkinoanlage war der Wunsch, der damals in mir geschürt und geweckt wurde.
Das Ding konnte auch so ziemlich alles und hätte ich da eine Scheibe Wurst reingelegt, hätte der Player mir sicher „Schweinchen Babe“ abgespielt.
Nur das Gerät hielt lausige sechs Monate und war damit für die alte Garantiefrist ideal. Allerdings war die inzwischen auf zwei Jahre erhöht worden und nach zweimaligem Umtausch bekam ich dann die 300 Euro zurück und holte mir davon dann im Media-Markt etwas Anständiges, was noch immer funktioniert.
Walter Freywald ist also mit Vorsicht zu genießen, wenn er etwas anpreist.
Herzallerliebst sind auch die speziellen Bereiche des Homeshopping, die sich wahlweise mit solch wichtigen Angeboten, wie falschem Schmuck, Reisen, oder völlig abgehoben mit Porzellanpuppen befasst, die ein jeder Haushalt unbedingt haben muss.
Diese Puppen können Unwahrscheinliches.
Wahlweise erstaunt oder dämlich gucken, wie die Porzellanpuppe „Cindy“ je nach Moderator, oder für den interessierten und modernen Freizeitnazi, der mal etwas kuscheln will, die handgearbeitete Holzpuppe „Adolf“, die den rechten Arm hochreißen und Heil Hitler fiepen kann.
Will man den Moderatoren beim Homeshopping Glaube schenken, alles Produkte, die in deutschen Haushalten absolut unentbehrlich sind.
Bei näherer Betrachtung jedoch ist All dieses Zeug für den Konsumenten genauso wichtig, wie eine beidseitige Hodenzerrung! Das einzige Homeshopping von Wert ist das im Internet.
Da drängt sich keiner auf oder preist irgendwelchen Müll als unentbehrlich an. Wenn ich etwas Bestimmtes brauche, dann finde ich es meist bei Ebay, Amazon und ähnlichen Internetshops. Das muss mir auch kein Moderator stundenlang schmackhaft machen, denn da weiß ich, was ich kaufen will!