About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Vorwärts in den Rückschritt

Es ist irgendwie schon etwas pervers und die CDU-Politik des SPD Kanzlers trägt die ersten verdorbenen Früchte. Jahrzehnte lang haben die Bürger der DDR die westdeutschen Arbeitnehmer um ihre Errungenschaften, wie z.B. das Recht auf Mitbestimmung auf das Heftigste beneidet, die deren Gewerkschaften meist zusammen mit der SPD erkämpft haben und kam fließt der Geldsegen nicht mehr ganz so reichlich, wirft die junge Generation die Erfolge der Väter und Großväter mal eben locker über Bord.
Ein Genius23 äußert sich im Internet dazu wie folgt:

„da hat rogowski voellig recht, dass gewerkschaftsfunktionaere in einem unternehmen von gesetzeswegen mitreden ist pervers. ich bin aber optimistisch, dass sich die freiheit bahn bricht und ueber umwege die arbeitnehmermitbestimmung ausgehebelt werden kann.“

Als ob auch nur ein Arbeitsplatz entsteht, wenn die Streikerfolge der letzten 150 Jahre so ganz lässig in den Müll getreten werden! Genutzt hat es mir persönlich zwar nichts, aber ich habe 10 Jahre in Betriebs und Personalrat gesessen und über Tarife, Feiertagszuschläge, Arbeitszeit im Einzelnen und allgemeinen, Prämien, zeitliche Lage des Urlaubs Einstellungen, Entlassungen und Abfindungen mitbestimmt.
Das dieses Treiben den Arbeitgebern ein Dorn im Auge ist, ist natürlich verständlich. Nur ist das genau das Soziale an dieser Marktwirtschaft.
Alles andere wirft uns und Deutschland ganz einfach nur um 200 Jahre zurück. Es soll ja angeblich noch immer so sein, das Eigentum verpflichtet und das gilt dann logischerweise auch für den Eigentümer eines Konzerns oder auch nur einer Fabrik, die Arbeiter beschäftigen.
Da sie es selten selbst machen hat der Gesetzgeber nach langem Arbeitskampf unserer Vorfahren vorgegeben, das ab fünf Arbeitnehmer ein Betriebsrat oder bei staatseigenen Betrieben und Einrichtungen eben ein Personalrat gegründet werden muss.
Diese Räte sind das eigentliche Bindeglied vor Ort zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die großen Gewerkschaften kümmern sich um die überbetrieblichen Angelegenheiten wie die Tarifverträge und eben die Einhaltung der Mitbestimmung in der jeweiligen Branche. Diese Rechte der Arbeitnehmer sind nicht deswegen erkämpft worden, damit man dem Arbeitgeber auf den Sack gehen kann, sondern damit die Grundrechte der Arbeitnehmer auch wirklich eingehalten werden.
Das freie Wochenende ist ja auch keinem frommen Arbeitgeber nur deswegen eingefallen, damit seine Arbeiter auch ja die Zeit haben, die Kirche zu besuchen, sondern es wurde von den Gewerkschaften erkämpft und den Betriebs und Personalräten dann vor Ort durchgesetzt. Jeder, der in einem anfängt, erwartet Geld für seine Arbeit und das er sich den Urlaub nehmen kann wenn er ihn braucht.
Das sind die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft. In Deutschland. Alles andere läuft auf eine Amerikanisierung der deutschen Wirtschaft hinaus. In den Zeiten schwacher Konjunktur, wo den Unternehmen die Einnahmen fehlen, sparen sie eben bei den Ausgaben, also bei den Arbeitnehmern und sie werden den Teufel tun und auch nur ein Arbeitsplatz neu erschaffen. Sie vernichten erstmal die alten Arbeitsplätze, um die Dividende und ihre Aktie hochzuhalten.
General Motors Opel und Quelle Karstadt gerade führen uns das mit recht eindrucksvoll vor. General Motors hat in den USA ganze Städte, die von ihnen lebten veröden und verarmen lassen und das geht nun mit Opel in Deutschland so weiter. Nicht ein Manager würde auf sein Gehalt oder die Abfindung in Millionenhöhe verzichten und da wäre es nur unsagbar dämlich, wenn jetzt deutsche Arbeitnehmer nun auch noch freiwillig auf die wenigen Rechte verzichten, die sie in diesem Staat noch haben. Denn wenn die Unternehmen überhaupt neue Arbeitsplätze schaffen, dann nur sehr billige im Ausland!