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Vorwärts ins Mittelalter!

Wenn man Deutschland und vor allem die Deutschen in dieser Zeit gerade mal beobachtet, könnte man meinen, dass man sich hier wieder auf die wonnige Zeiten des Mittelalters einrichtet.
Hätte es im Mittelalter schon Fernsehen gegeben, wäre es auch genau so abgelaufen.
Da die Menschen jeden Glauben an irdische Dinge und auch und vor allem an sich selbst verloren haben zu scheinen, geht der Kurs wieder stramm und direkt in das Mittelalter und man glaubt an den omnipotenten und omnipresenten Gott, der schon alles richten wird und vor allem auch an dessen Vertreter mit seiner katholische Kirche.
Tote und lebende Päpste werden gefeiert wie Rockstars und wenn die Nachrichtensprecher über den sehr toten Johannes Paul 2. redeten, hatten sie den gleichen Glanz in den Augen, als würden sie über den ebenfalls ziemlich toten Elvis reden. Als dieser Johannes Paul, der ja mit 84 schon ein recht stolzes Alter erreicht hatte, anfing zu kränkeln, warfen sich Millionen von Christen auf die Knie und flehten Gott um Heilung an, obwohl es ja genau dessen Einfall war, die Menschen altern und dann sterben zu lassen.
Gott blieb auch trotz Millionen von fackelnden Kerzen konsequent und holte Johannes Paul einfach mal weg und bescherte ihm noch längeres, ein ewiges Leben. So behauptet zumindest die Kirche in ihrer christlichen Mythologie.
Trotzdem gab es eine elend lange Trauer in Rom und es wurde auch flink ein Konklave einberufen, auf das man einen neuen Menschenfischer, denn so hat Jesus den ersten Papst Petrus bezeichnet, wählen kann und nach nur vier Tagen kam dann für die Deutschen der christliche Hammer, denn nach fast 500 Jahren war der Papst mal wieder ein Deutscher und das, obwohl kein Deutscher Panzer im Vatikan gestanden hat! Die deutschen Medien reagierten entsprechend besoffen.
Das „Wir sind Papst!“ in der BILD war da nur der gröbste und mit Abstand lustigste Ausfall der Hirntätigkeit.
Ausgerechnet Kardinal Joseph Ratzinger, der Frauenhasser und leidenschaftliche Kämpfer gegen Geburtenkontrolle und alles andere, was 2005 einen Sinn machen würde, durfte sich nun den Hut des neuen Papstes auf den Kopf schrauben und ist nun der „Bewahrer des Glaubens“
Die Deutschen jubelten, als hätten sie im Fußballendspiel des Sonnensystems 12:0 gegen den Mars gewonnen und damit auch gleich sämtlichen Probleme in Deutschland gelöst.
Die Regierenden und auch die Opposition sind hochzufrieden, denn das Volk war ja so mit beten und dem neuen Boss der katholische Kirche beschäftigt, das alles andere ganz einfach darin unterging.
So wie es eine Völkerwanderung zur Trauer gab, gibt es wieder ein vor Begeisterung. Die Regierungen der Welt kondolierten erst zum Tod des alten Papstes und gratulierten heftig zur Wahl eines neuen. Besonders heftig tat das George Wanker Bush, der Präsident der USA, der als Christ zur Sicherheit ja gleich mehrmals geboren war.
Selbst in der Jugend, die bisher ja immer ein Garant für den Fortschritt war, bekommen stockreaktionäre Geister nun Rückenwind und es gibt, gerade bei der zurückgebliebenen Landjugend auch wieder selbsternannte Kreuzritter, die für den neuen, den deutschen Papst am liebsten die heilige Stadt erobern, oder wenigstens wieder den heiligen Gral suchen würden. Alles wie vor 500 Jahren eben.
Mir für meinen Teil geht dieser christliche Hokuspokus ganz einfach nur gehörig auf den Sack und ich glaube lieber an Vampire, denn wenn die mich beißen, ist mir ewiges Leben wirklich sicher. Das zwar nur nachts, aber das stört mich insoweit nicht, da ich ja jetzt schon ein Nachtmensch bin.
Mir sind Knoblauch, Kruzifix und Pfahl ins Herz noch wesentlich sympathischer, als die Scheiterhaufen der christlichen Inquisition, die bald wieder in deutschen Dörfern und Städten brennen und auf denen dann solche Heiden wie ich gegrillt werden!