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Was wäre wenn?

Eine Frage, die sich unter Garantie jeder von uns gestellt hat. Im grandiosen und sehr intelligenten Film „Butterfly Effect“ von Jonathan Mackey und Eric Bress kann Evan Treborn (Ashton Kutcher) diese Frage immer wieder neu und dadurch klären, das er sich auf ein Relikt seiner Vergangenheit konzentriert.
Ob es nun ein Tagebuch oder ein Film ist. Grandios ist der Film deshalb, weil er den Zuschauer mit unberechenbaren Schnitten und passendem Sound so in Vergangenheit und Gegenwart herumzappt, das der Mühe hat zu folgen.
Es ist ein Film mit sehr viel Aktion, aber dennoch kein Actionfilm. Es ist ein sehr intelligenter Film, der die komplizierte Materie der Chaos-Theorie als Grundlage hat. „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann auf der anderen Seite der Welt einen Orkan erzeugen“, so das Credo und die Botschaft.
Evan sorgt 114 Minuten lang für eine Menge Chaos, weil er ziemlich heftig in der Vergangenheit herumdoktert und damit immer wieder für eine neue Gegenwart für sich und seine unmittelbare Umgebung sorgt. Dabei will Evan doch nur das Leben seiner gescheiterten Freunde wieder zurechtrücken und mit seiner großen Liebe Kayleigh (Amy Smart) glücklich werden. Aber gibt es eine Welt, die so perfekt ist, wie er sie haben will oder wird Evan vorher dabei womöglich selber wahnsinnig? Und kann er seinen Freunden ihre Traumata ersparen? Er weiß es genauso wenig wie der Zuschauer, aber Evan verändert einfach drauflos.
Das dann aber so gründlich, das es den Zuschauer fesselt oder schockiert. Der Schock bei der einen oder anderen Szene saß echt tief, für zart besaitete Personen ist der Film wahrlich nichts. Sehr angenehm aufgefallen ist mir der Hauptdarsteller Ashton Kutcher, der eigentlich sonst mit eher belanglosen Filmen und seichterem Klamauk aufgefallen ist. Die eher ernste Rolle des Evan Treborn vermocht er jedenfalls sehr gut mit Leben zu erfüllen. Die zahllosen und teilweise sehr überraschenden Wendungen in der Handlung lassen diese 114 Minuten Film auf keinen Fall langweilig werden.
Evan durchlebt seine Kindheit so oft und auch so schmerzhaft, das der Zuschauer einfach Mühe hat, dem auch folgen zu können. Es ist ein Film der primär den Intellekt des Zuschauers anspricht und sekundär auch dessen Emotionen.
Der Film bedient aber nicht nur die Genres Thriller und Fantasy sondern zeigt sich erfreulicherweise teilweise auch philosophisch. Ein sehr unterhaltsamer Kinoabend für mich, der beste seit langem, der meiner Meinung nach auch gute Chancen auf einen Oscar hat. Allein die gelungenen Schnitte wären es wert. Würde ich eine persönliche Wertung abgeben müssen, bekäme dieser Film von mir glatte 8/10. Und für alle Fans von Mystery-Filmen. Lohnt sich!