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Was war und was wird

Was haben wir da eigentlich gestern gefeiert, Silvester 2004 und wo rein?
Das Internetlexikon über Herkunft dieser Unsitte:

„Die Namensbezeichnung dieses Tages geht auf das Jahr 1582 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag des Papstes Silvester I. Der Liturgische Kalender führt diesen Tag auch als seinen Namenstag. Bis dahin feierte man an diesem Tag die jüdische Beschneidung Jesu. In einigen nicht-katholischen Gebieten wird der Tag auch Altjahr genannt.“

Seit 500 Jahren also dieser Unsinn, der in Deutschland natürlich mit diversem lauten und teuren Brauchtum verknüpft ist:

„Heute wird das Jahr oft mit Feuerwerk, Böllern, Orakel (Bleigießen) oder Mitternachtsgottesdiensten (Mette) beendet, so in Berlin mit einer Silvesterparty am Brandenburger Tor. Während Feuerwerk früher dazu diente, vermeintliche "böse Geister" zu vertreiben, ist es heute ein Ausdruck von Vorfreude auf das neue Jahr. Bei privaten Silvesterpartys ist Bleigießen weit verbreitet, bei öffentlichen und privaten das Öffnen einer Flasche Sekt zum Jahreswechsel. In Deutschland hat sich neben dem Klassiker Dinner for One auch die Folge Silvesterpunsch der Serie Ein Herz und eine Seele einen festen Platz im Fernsehprogramm zu Silvester gesichert.“

Das Jahr, ein altes Jahr, ist zu Ende und es beginnt ein Neues. So zumindest die verklärte Vorstellung davon.
Nur beginnt da überhaupt etwas Neues, oder geht es einfach nur weiter? Ich bin davon überzeugt, dass es einfach nur weitergeht und das seit Jahren. Selbst die versprochen Action zur Jahrtausendwende, dem Millennium, blieb aus. Die Welt versank nicht in Chaos und Katastrophen und selbst die Computer haben nicht gebrannt, wie es Sat1 mit großen Worten und viel peppiger Grafik den Zuschauern in die Hand versprochen hatte, nur weil irgendwer mal eine Zahl in einem Programm vergessen hatte.
Das Jahr 2004 war eigentlich nur eine billige und schlechte Kopie des Jahres 2000, denn ein scheinbar dummes Volk wählte sich auch dieses Jahr wieder wirklich den Allerdümmsten des Landes zu ihrem Führer und Präsidenten, ob wohl der inzwischen dumme und blutige Kriege angezettelt hatte.
Der deutschen Wirtschaft lag 2004 genauso wie 2000 am Boden und auch die leeren Versprechen diverser deutscher Politiker haben daran nichts geändert. Nur die 1992 von einem anderen Ochsen als Kanzler beschlossene Landplage des Euro sorgte 2002 dafür, dass das Volk noch weniger Vermögen besaß. Er halbierte das Geld und verdreifachte die Preise. Das Einzige, was im Verlauf mehrerer Jahreswechsel wirklich kontinuierlich anstieg, das war die Zahl der Menschen ohne Arbeit.
Der Aberglaube von Silvester muss ziemlich tief im Volk verankert sein, wenn es zum Ende eines Jahres trotzdem immer wieder ein Vermögen von Euro ausgibt, nur um ein weiteres Jahr voller Enttäuschungen tatsächlich noch als neu begrüßen und feiern zu können.
Silvester hat, zumindest in den letzten Jahren, noch nie etwas Neues begonnen, sondern das ziemlich bescheidene Alte lief nur mit neuer Nummer weiter. So, wie es aussieht, wird sich daran auch durch die nächsten Jahreswechsel nicht sehr viel ändern, denn selbst die Fernsehsender haben es erkannt und lobpreisen in ihren Shows über wahlweise die Siebzieger, Achtziger und sogar schon die eben vergangenen Neunziger nur noch die Vergangenheit.
Die allerdings habe ich miterlebt und war ein Bestandteil gewesen und wenn die Zukunft so düster ist, dann bleibt sogar mir nur die unmittelbare Gegenwart und die Hoffnung, es würde nicht ganz so schlimm kommen.