About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Wie erwartet

„Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen“ Das war ein Kernsatz aus der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.
Diesen Satz habe ich noch 20 Jahre später im Kopf, weil die Rede von Weizsäcker von einem integeren Menschen und Politiker kam, dem man diese Einsicht auch abkaufte.
„Es gibt keinen Schlussstrich“ ist die zentrale Aussage des aktuellen Darstellers eines Bundespräsidenten vor dem Parlament der Deutschen zum 60. Jahrestag desselben Ereignisses.
Bundespräsident Horst Köhler hat seine Rede nicht nur mit dem Charisma und der Eloquenz eines übermüdeten Schalterbeamten der deutschen Post heruntergeleiert, sodass sie nur ankam, wie ein müder Werbeslogan der Firma Saturn bei einer Niedrigpreisaktion, sondern Köhler hat auch ganz bewusst gelogen.
Denn nur einen Kilometer Luftlinie weg vom Reichstag rotteten sich schon wieder über 3300 alte und neue Nazis von der NPD zusammen und hatten ihren ganz eigenen, aber ziemlich alten Slogan. „60 Jahr Befreiungslüge – Schluss mit dem Schuldkult!“ war ihre Ansicht zu dem, was vor sich ging. Es war auch nicht etwa die Polizei, die diese NPD daran hinderte, noch mehr und woanders zu marschieren und das dritte Reich mit ihren Gröfaz zu preisen, sondern eine erfreuliche Anzahl von sympathischen Gegendemonstranten.
Überhaupt scheinen Menschen und Regierung mit dem Kampf gegen die Nazis völlig überfordert und machen es den Rechten leicht. Der Staat hat seine V-Männer bei der NPD eingeschleust und steht sich damit ganz tapfer selbst im Weg und ist auf die Art erst einmal handlungsunfähig.
Aber auch bei der Opposition, wo bei CDU und FDP zwei Vorsitzende der Marke Desperate Housewifes auf der Lauer liegen, Kanzler Schröder seinen Job abzunehmen, da sie gegen Rechts und gegen die wuchernde Arbeitslosigkeit keinerlei Rezepte haben, bleiben wir in der Gegenwart. Wo die Rede eines von Weizsäckers 1985 noch ein hochgelobter „Streifzug durch die Geschichte“ war, ist das Gestammel des Schalterbeamten Köhler eigentlich nur hohles Geschwätz, das über die Halbwertzeit eines Hühnereis nicht hinauskommt. Nun ist aber Köhler nicht die einzige offensichtliche Notlösung für dieses hohe Amt gewesen. Auch diese Gesine Schwan der SPD hätte das deutsche Volk nicht sehr viel schlechter vertreten können. Solche politische Marionetten haben keinerlei Wert.
Es wird einfach Zeit, dass die Parteien einsehen, dass in dieses Amt wieder ein Politiker gehört, der nicht nur freihändig geradeaus reden kann, sondern auch einer, dem die Menschen in Deutschland auch abkaufen, was er sagt.
Es dürfte zwar ziemlich unmöglich werden, einen zweiten Richard von Weizsäcker zu finden, aber die Politiker sollten sich mehr Mühe geben, denn dafür werden sie ja nicht zu knapp bezahlt!
Nur Geld bekommen die ja für so vieles…