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Wie gewonnen

Heute war ein merkwürdiger Abend im Enddorn. Er begann wie immer, ich wuchtete mich die Treppe in den Schankraum hinunter und wurde, wie immer mit fröhlichem Gejohle von Oli, Sabine und anderen guten Bekannten begrüßt.
Nach anständiger Begrüßung eines Jeden, den ich kannte, ging ich zum Roulettetisch und zu meinem Entsetzen war jeder Platz besetzt. Dies sah ein freundlich dreinblickender Anfang Dreißiger, der vor sich einen riesigen Berg Jetons hatte.
Peewee, so nannte alles den freundlich Menschen, bot mir seinen Platz an, da ihn die Ehe oder ähnlich Grauenhaftes Zuhause erwartete und er in Zeitnot war, klopfte mir auf die Schulter und schob mir zum Abschied noch seinen riesigen Stapel Jetons zu, damit ich was daraus machen sollte.
Dann verschwand Peewee fürs Erste und ich saß auf einem Berg voller Jetons, die zur Abwechslung mal einen echten Wert darstellten. Jeder dieser roten Jetons mit einer 100 drauf, war sage und schreibe einen Euro wert und vor mir lagen ca. 50 davon. Ich hatte soviel, das ich immer ca. 9 Transversalen, das sind die Reihen auf dem Spielfeld abdecken konnte. Wenn ich bei 9 Reihen 8 verlor, bekam ich auf der einen die übrig war ja immerhin das Elffache wieder. Ich bin alleine darauf nicht gekommen, nur meine Tischnachbarn rechneten hin und her, warum der Stapel vor mir einfach nicht kleiner wurde.
Mir war das alles Brot, ich setzte blind meine Jetons und gewann wie der Teufel. Fortuna hatte mich im Griff. Das dies ein Würgegriff war, sollte ich merken, als ich mich aufstacheln ließ, nicht so langweilig und Gewinnbringend zu setzen und ich dann vom Teufel geritten, wie ein Idiot die Jetons auch noch auf die einzelnen Zahlen setzte. Vorher beging ich noch den Fehler und ließ Torsten für mich setzen, weil selbst ein so Gnadenlos irrer Zocker wie ich ja mal aufs Klo musste.
Nur Torsten spielt eben Schach und da mangelte es eben an gesunder Gier. Er sicherte sich und meine Jetons nicht gegen Zero ab und natürlich kam dann prompt auch die Null und meine Kohle war zur Hälfte weg. Ich setzte den Rest auf meine Transversalen und holte das Verlorene erstmal wieder rein.
Dann packte mich aber der Wahnsinn und ich wurde übermütig und verlor genauso stetig und konsequent, wie ich zuerst gewonnen hatte. Derweil war Peewee wieder da und häufte schon wieder Berge von Jetons. Der Mann hatte die wahren goldenen Hände. Als ich dann endlich alles los war, ging ich zu Torsten und der gute Mensch fuhr mich dann nach Hause.
Nun tippe ich das Erlebte in die Taste und zur gleichen Zeit holt der Gott der Comedy, Harald Schmidt, in der Wiederholung seiner Show, seine Playmobilfiguren aus der Kiste und vermittelt den staunenden Deutschen damit aufs Amüsanteste Ursprung, Werdegang und Entdeckung des Oedipus Komplexes. Sigmund Freud währe glücklich darüber gewesen! Ich freu mich schon auf den nächsten Freitag mit Oli, Sabine, Torsten und dem Roulette. Es ist schön, wenn man mal Zeit hat, solche Loser und Nerver, wie Nati, Mausii, PeKa und Konsorten vergessen zu können und unter richtig guten Menschen ist!