About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Xxx - TrippleX

Ich hab mir diesen Film nicht im Kino angetan, sondern zuhause auf DVD. Ich hätte diesen Kinogang auch bereut. Eine ganz neue Art Agentenfilm sollte es sein und genau das war es dann auch. Der Extremsportler Xander alias TrippleX, gespielt von Vin Diesel, wird vom Geheimdienst der USA, meisterhaft hässlich und fies verkörpert von Samuel L Jackson, gezwungen, ähnliche dienste zu tun, wie James Bond für das Seine. Allerdings erwarte ich von einem Geheimagenten, dass er sich auch geheim und unauffällig benimmt. Nur überall dort, wo TrippleX auftaucht, tut er das in Etwa so unauffällig wie ein Transvestit im Vatikan. Die Handlung könnte bei einigen frühen Bonds geklaut sein, allerdings sind die Gegner von TrippleX keine Multimillionäre, sondern nur frustrierte ehemalige Soldaten der ehemals so ruhmreichen Roten Armee. Diese rotten sich zusammen und nennen sich dann Anarchie 99, die dann nichts weniger als die Herrschaft der Anarchie in der Welt ausrufen wollen. Die Story ist ebenso tumb wie ihr Held, und viele Stunts sind einfach hanebüchen. Aber dennoch bereitet dieses Spektakel, das sich auch selbst nicht sonderlich ernst nimmt, viel Vergnügen. Der Grund: die Dreistigkeit, die Rasanz, das witzig-ironische Spiel von Vin Diesel und der offensichtliche Spaß der Darsteller und ganz nebenbei lässt er James Bond ziemlich alt aussehen, egal, wer den nun spielt. Denn obwohl Vin Diesel nur sieben Jahre jünger ist als ich, spielt er für die heute 20jährigen. Denn wenn ich die begeisterten Kritiken des meist jugendlichen Extremsportfans bei Amazon lese, weiß ich, dass ich für diese Art Film dann doch schon wieder zu alt bin und mir ein pfiffiger James Bond dann doch etwas mehr liegen würde. Kurios wird es nur, wenn der Extremsportler Diesel, der Leben und Gesundheit mehrmals täglich durch recht sinnloses von der Brücke hüpfen und ähnlichen Mist riskiert, mit einem Soldaten darüber referiert, wie extrem gefährlich doch das Rauchen sei. Das muss dann wohl eine neue Abart der Dialektik sein, mit der im Sozialismus der DDR jedes Problem erklärt wurde, ohne es zu lösen. Die Message des Films. Das man für etwas Fun und seinen Kick Leben und Gesundheit riskieren soll, ist im Angesicht des maroden deutschen Gesundheitssystems eine ziemlich zweifelhafte. Auf einer Seite im Netz mit dem bezeichnenden Namen Alk.de findet sich dann auch folgende Reaktion: „Nur Gott kann uns so einen Film schenken. Einfach goil!!!!! ...“
Da muss ich mich als vernunftbegabtes Wesen ganz einfach ausklinken und diesen Streifen zu kindischem Mist erklären, der nur von blödsinnigen Stunts und übertriebener Action lebt. Da mag ich dann auch meinetwegen ganz alt sein, aber zum Glück werden ja noch andere Filme gedreht und denen gilt dann mein Interesse. Für die bemühe ich dann auch das Kino!