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Zeit

Wieder einmal haben wir eine solche. Es reicht nicht zum Zeitalter, denn die haben wir ja alle hinter uns. Das des Rock, das der Musik überhaupt und das Zeitalter des Umschwungs. Alles vorbei und kommt nicht wieder. Auch gewisse tiefbraune Herren hatten ihr Zeitalter für tausend Jahre verkündet und das holt uns jetzt ein.
Es kommt erstaunlicherweise aus einer Ecke, die da historisch derbe im Glashaus sitzt, denn der Faschismus war in Italien schon populär, da war der Sohn des Alois Hitler, Adolf, noch im Österreichischen Braunau unterwegs und schmiedete seine mörderischen Pläne. Dieses Italien, das dann Hitler als halbwegs treuem Untergebenen zu Diensten war, holt nun in der Gestalt des Rechtsextremisten(!) Silvio Berlusconi, der den italienischen Präsidenten mehr als laienhaft darstellt, verbal zum Tiefschlag aus und beschimpft über 50 Jahre später gleich das ganze geeinte Deutschland als Nazis und Faschisten. Nun ist Berlusconi ja nicht nur der Ministerpräsident und Medienmogul von Italien, sondern ganz am Rande der amtierende Präsident der EU.
Als ein Solcher dann ein ganzes Land zu diffamieren hat dann doch schon was von Kamikaze. Er hat dann natürlich eine Horde Bediensteter Lakaien an seiner Schuhsohle, „Staatssekretäre“, die dann mutig, der Chef macht’s ja auch, in dieselbe Kerbe hauen. Nun ist es ja so, das die Zeiten, wo die Deutschen ihre stabile D-Mark in das Land der sehr wackligen Lira schleppten, dank Herrn Kohl und seines unsäglich dämlichen Euro, den nun fast ganz Europa hat, ein für allemal vorbei. Maastricht und Kohl sei dank. Wer den Italienern den Euro im Urlaub anschleppt, ist Herrn Berlusconi offensichtlich so richtig scheißegal. Nur sind die Deutschen sensibler geworden auf der rechten Seite und man lässt sich nicht von jedem anpöbeln und dem Chef einer rechtsradikalen Partei irgendwo schon überhaupt nicht. Italien macht sich unbeliebt wegen eines vorlauten Ministerpräsident und dessen Höflingen. Mir persönlich ist das egal, da ich da nur hinfahre, um einen guten Freund zu besuchen, den ich seit 16 Jahren habe und der nach Italien geheiratet hat.
Als Urlaubsland ist mir Italien einfach zu nahe und vor allen Dingen zu piefig. Vor allem hat man bei italienischen Machthabern höchstens einen Don Vito Corleone vor Augen, aber nicht einen solchen Möchtegernmafiosi, der das Charisma einer geplatzten Socke hat. Zeit für Berlusconi und seinesgleichen, sich nach einem neuen Job umzusehen, bevor die Masse der deutschen Urlauber es ihrem Kanzler nachmacht und Italien als Urlaubsland meidet, Alternativen gibt es im größer gewordenem Europa ja genug!