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Ziviler Ungehorsam

Per Definition ist das die „Politik des gewaltlosen Kampfes, des passiven Widerstands und der Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Behörden.“

Mahatma Gandhi hat durch seine spezielle Art des zivilen Ungehorsams, dem Fasten, ein ganzes Weltreich in die Knie gezwungen.
Nur ist das auch schon wieder über 100 Jahre her und heute würde diese Art von Verweigerung keine Sau mehr interessieren und ihr einziger Effekt wäre wahrscheinlich eine recht nervige Bulimie bei dem, der sich damit verweigern will und sonst nichts. Etwas fasten würde unserer, schwer übergewichtigigen Zivilisation eigentlich nicht schaden, aber das wiederum ist ein anderes Thema.
Nun ist Deutschland zwar keine britische Kolonie, wie es das Indien des Mahatma Gandhi war, aber langsam stinken auch die Verhältnisse hier langsam zum Himmel. Das Land wird regiert von inkompetenten Ignoranten, die sich in Kasten zusammenrotten, die sie Parteien nennen. Dann versprechen sie Allen alles, damit sie dann von leichtgläubigen Wählern in Regierungsämter gehoben werden, wo sie dann umgehend erstmal mit einer großzügigen Selbstversorgung beginnen, bevor sie dann, je nach Legislatur, damit anfangen oder weitermachen das Land und die Staatskasse zu plündern. So geschehen auch 1994, als Kanzler Kohl hatte wider besseren Wissens den Ostdeutschen ihre blühenden Landschaften versprochen und den Westdeutschen, das genügend Geld dafür da ist.
Das allerdings war es nicht und so wurde 1995 das Tafelsilber der Deutschen, die staatseigenen Firmen, wie z.B. die Deutschen Bundespost filetiert und dann als Aktiengesellschaften deren Aktien an der Börse zu Geld gemacht. Aus der Deutschen Bundespost gingen als fast eigenständige Unternehmen die Telekom, der Postdienst und die Postbank hervor, deren Führungsspitzen aber immernoch durch die Regierung besetzt wurde. Tausende der ehemaligen Beamten wurden entlassen und der Rest hat jetzt nur noch einen genauso gefährdeten Arbeitsplatz, wie jeder andere in diesem Land. Der Lohn und das Gehalt waren keine gesetzlich festgelegten Größen mehr, sondern die ehemaligen Beamten lernten nun einen für sie ganz neuen Begriff aus nächster Nähe kennen. Sie mussten sich mit einem Arbeitskampf holen, was sie jahrzehntelang eigentlich schon hatten, eine angemessene Entlohnung. Am Härtesten traf es natürlich nicht die Bürohengste, sondern die einfachen Zusteller von Briefen und Paketen, die ja nach wie vor ihre täglichen Zentnerlasten von Tür zu Tür tragen müssen.
Dazu dann 2002 das Genialste, was Herr Kohl in seiner Amtszeit unterstützt hat, der Euro. Da durfte dann der Handel so richtig die Sau rauslassen und ihre Preise, abseits aller vorgeschriebenen Umrechnungskurse und zum absoluten Entzücken der Bürger, frei nach Nase zu erhöhen. Um sich diese Mätzchen der diversen Regierungen, die sich selbst und die Chefetagen ja recht großzügig gegen die politischen Fehlentscheidungen abgesichert haben, kompensieren zu können. Die Gewerkschaften sind seit Jahren ausschließlich mit sich selbst beschäftigt und verbraten das ohnehin schon knappe Geld ihrer zahlenden Mitglieder in ihren Chefetagen und mit recht sinnlosen Umstrukturierungen und lassen sie mit den fragwürdigen Beschlüssen dieses Staates allein.
Da kommt es dann auch schon mal vor, das die Zusteller von Briefen und Paketen auch schon mal zu der gängigsten Form des zivilen Ungehorsams greifen und für nichts weiter als den durch ihre harte Arbeit ihn zustehenden Anteil an den ehemaligem Staatsfirmen schon mal streiken müssen. Denn dieses Säulen eines der drei ehemaligen Staatsfirmen hat der Staat, der von ihnen noch immer profitiert, nur einen Bruchteil dessen zugestanden, was er ihren, weit weniger fleißigen Chefs in die Tasche gestopft hat.
Nun ist das kein organisiertes Schule schwänzen, wie bei den Studenten, die das tun, weil da mal was kommen könnte, sondern hier geht es um den Erhalt des ganz normalen Lebensstandards und darum, recht reale Rechnungen zu bezahlen. Ich kenne einen der Betroffenen aus dem Internet, der sich da nicht ganz ohne Grund „Malocher“ nennt und ich wünsche ihm, dass er sein Anliegen mit seinem zivilen Ungehorsam auch erreicht.
Viel Glück, Malo!;-)