About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Zu Gast bei Eloy und Morlocks

„The Time Machine“ von Simon Wells war 2002 der zweite Versuch, aus dem Roman von H. G. Wells einen Film zu machen und meiner Meinung nach, sogar der Bessere.
Während im Film von 1959, der schon etliche Male im Fernsehen lief, der Erfinder George so ziemlich ohne Motivation eine Zeitmaschine erfand und damit durch die Zeit bretterte, hat Professor Alexander Hartdegen im Film von 2002 im Film von 2002 dafür einen ziemlich handfesten und guten Grund.
Er hat vor Jahren mit ansehen müssen, wie seine Verlobte umgebracht wurde und will nun in der Zeit zurück, um sie vor dem Tod zu bewahren. Nun weiß aber jeder Filminteressierte spätestens seit Final Destination 1 und 2, dass man dem Tod auf eine so simple Tour nicht entkommen kann.
Wen er auf dem Plan hat, den holt er sich auch.
Als Professor Hartdegen das schnallt, setzt er sich frustriert in seine Zeitmaschine und will sein Glück in der Zukunft versuchen und brettert blind los.
Bei einem kurzen Stopp in der Zeit Gerät der Professor in eine Art Krieg in New York und so rast er dann erschreckt gleich 800 000 Jahre weiter vorwärts. Als er wieder anhält, findet er sich da, wo einst New York war, in einem Urwald wieder. Die Menschheit, so wie er sie kennt, existiert nicht mehr und das Einzige, was er an Menschen vorfindet, ist eine Art friedlicher Ureinwohner, die im Wald leben und sich Eloy nennen und die ein Geheimnis zu haben scheinen.
Im Unterschied zum Film von 1959 sind die Eloy diesmal keine strohblonden Dummköpfe, die nichts wissen und kaum die Zähne auseinander bekommen, sondern durchaus ein Volk mit eigener Sprache und einer eigenen Kultur und irgendwie sehr viel sympathischer.
Dann bemerkt der Professor noch eine andere Sorte von humanoiden Lebewesen, die aber unter der Erde leben und bei einem Signal Jagd auf die Eloy machen, um sie zu essen einzuladen, als das Hauptgericht. Auch ein Unterschied zum Film von 1959, wo die Eloy bei diesem Signal brav und stumm lostrotteten, um sich in den unterirdischen Fabriken von den Morlocks zu Zwiebelmett verarbeiten zu lassen. Die Jagd von 2002 klingt da schon sehr viel einleuchtender. Der Film von 1959 hatte dann 1960 einen Oscar für die Special Effects bekommen, aber dafür waren dann Maske und Kostüm bei den Morlocks mehr als lausig. Es gibt Stellen in diesem alten Film, wo man sieht, dass die Kostüme, welche die Haut der Morlocks bilden sollen, extreme Falten werfen und sogar stauben!
Die Morlocks von Simon Wells 2002 tragen keine Kostüme, sondern haben etwas von, am Körper rasierten Affen. Wie erwähnt, laden auch sie ganz gerne die Eloy zum Essen, vorzugsweise als Hauptgericht ein und so leben auch sie mit den Eloy in einer sehr merkwürdigen Symbiose.
Das Ende der neuen Fassung ist erstaunlicherweise ein anderes, als im Film von 59, obwohl er ja dieselbe Buchvorlage hat.
Regisseur Simon Wells, der im Übrigen ein Enkel von H.G. Wells ist, verließ zwar den Film wegen künstlerischer Differenzen und überließ das Ende dann dem Regisseur Gore Verbinski, der ja mit "Fluch der Karibik" einen Hit gelandet hatte, aber das tat dem Film nicht unbedingt schlecht.
Meine Wertung liegt bei 8/10, denn ich finde die neue Version sehr viel logischer und in sich schlüssiger.
http://www.blog.de/main/index.php/filmtexte