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Zwischen den Jahren 05 und 06

In der Zeit zwischen heilig Abend und Silvester, wenn das Fernsehen ohnehin nur Schrott sendet, macht man für gewöhnlich eine Bilanz des zu Ende gehenden Jahres und lenkt einen kurzen Blick auf das kommende Jahr.
Der Jahresrückblick auf der DVD von SPIEGEL TV erinnert mich an Geschehnisse, die in meinem Jahresrückblick zu kurz kamen oder die ich einfach vergessen hatte unterzubringen. So hatten wir ja 2005 nach der Schweinepest und dem Rinderwahn in den neunziger Jahren hatten wir jetzt so spannende Phänomene wie den Schnupfen der Brieftauben, die Vogelgrippe, zu bewältigen und je nach politischem Standpunkt lag Gammelfleisch nur in der Fleischtheke oder regiert nun das Land.
Der in Deutschland wieder einmal so verehrte Gott hat sich ja nun 2005 schon seit Jahresbeginn benommen wie die Sau, als er tausende unschuldige Asiaten mit einem Tsunami ersäufte und Mitte des Jahres dann auch die arroganten und unvorbereiteten Amerikaner mit diversen Hurrikanen heimsuchte. Man könnte meinen, Kollege Gott war 2005 in echter Geberlaune, als er 2005 die Natur ein paar Mal gezielt ausrasten ließ. Gott bewies sogar Humor, als er seinen großen Fan Georg W Bush mit heruntergelassenen Hosen erwischte und der Welt vorführte, als er mit Hurrikan Kathrina das amerikanische New Orleans geflutet hatte. Gott sah 2005 das Mittelalter wiederkehren und war schon von daher gut und humorvoll drauf. Seinem irdischen Vertreter, dem reisegeilen Papst Johannes Paul machte Gott ein Angebot, das der nicht ablehnen konnte und holte ihn auf eine letzte große Reise, de direkt vor Gottes Nase führen sollte. Ob Polenpaule auch den himmlischen Flughafen nach der Landung dort geküsst hat, ist hinlänglich unbekannt, aber bekannt ist, dass sich der Papst mehrere Wochen Zeit ließ mit dem Tod und das dann aber auch vor laufenden Kameras erledigte. "TV-Nekrophilie" war dann das Stichwort, welches Zeitungen aus aller Welt dafür erfunden haben. Johannes Paul war sicher der Überzeugung, dass, wer 26 Jahre Land die katholische Kirche regiert hat, dann doch auch mindestens 26 Tage lang sterben dürfe. Die Moskauer Zeitung Gaseta fand dafür dann auch drastische Worte:

Zitat:
Gaseta


"Das weltweite Fernsehen hat ein Meisterwerk des Genres "Tod vor laufender Kamera" geschaffen."


Nun ist ja Papst Johannes Paul der 2. ohne jeden Zweifel ein großer und geschätzter Mann in der Geschichte der letzten 50 Jahre gewesen und da sind dann doch Bedenken angebracht, was seinen hastig gewählten Nachfolger Joseph Kardinal Ratzinger angeht, der nun als Benedikt der 16. im Vatikan seinen Firmensitz als oberster Hüter aller christlichen Schafe angemeldet hat. Sofort waren die Deutschen, die ja laut BILD gleich allesamt zum Papst wurden, obenauf. Ein Deutscher, noch dazu ein Bayer, war wieder theoretisch in der Lage, Deutschland in der Welt ein wenig Ansehen und Geltung zu verschaffen. Beim letzten Mal ging das ja gründlich daneben, aber das muss daran gelegen haben, dass dieser Deutsche mit Geltungsdrang eigentlich auch nur ein österreichischer Feldwebel aus Braunau gewesen ist, der nichts weniger als die Welt zu seinen Füßen sehen wollte und daher gleich mal einen Weltkrieg angezettelt hatte, den Deutschland natürlich verlor. Benedikt der 16. hatte es da wesentlich einfacher. Er rief zu einem so genannten Weltjugendtag und nun belegte 1,1 Millionen Gläubige, also Menschen, die ihr Leben lieber in die Hand eines höheren Wesens, legen wollten, anstatt es alleine mit Arbeit, Fleiß und Logik in den Griff zu bekommen, rannten auch tatsächlich dahin. Zu allem Überfluss wählten die Deutschen dann im Herbst noch eine christlich geführte Regierung mit einer ostdeutschen Frau als Kanzlerin, die vom Ehrgeiz fast zerfressen wurde, die sich aber bis jetzt nur außenpolitisch profiliert hat. In der Zeit, in der Frau Kanzlerin ihre Frisur in der Welt spazieren getragen hat, wurde natürlich in Deutschland nicht ein einziges Problem gelöst. Im Gegenteil, denn zahllose Konzerne, darunter auch die Post, VW, Daimler-Chrysler und noch einige andere kündigten Entlassungen von gleich mehreren zehntausend Beschäftigten an. Eine klare Stellungnahme oder gar ein persönlicher Einsatz von Frau Kanzlerin vermisse ich noch immer. Aber Madame Kanzlerin ist sicher zu sehr mit ihrem persönlichen Glauben und der neusten Mode von Prada, Versace und Gucci beschäftigt. Man(n) weiß ja, was Frauen um die 50 so für gewöhnlich im Kopf haben. Das Alles lässt mich dann für 2006 eigentlich nur Schlechtes erahnen. Bush und Bin Laden bekommen den Friedensnobelpreis und Till Schweiger bekommt einen Oscar für die am besten versteckte Mimik und das am auffälligsten unterdrückte schauspielerische Talent.
Mit einem Wort: 2006 wird nicht besser als 2005, sondern eher noch schlechter.

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