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Zwischen den Kulturen



Heute schreibe ich mal ausnahmsweise über ein kleines Buch, das mir sehr gut gefallen hat, denn der junge Autor, ein Deutschtürke, der als Kind von Gastarbeitern in Deutschland geboren wurde, schreibt sehr flüssig über sein Leben und vor allem die Arbeitssuche in Deutschland und der Türkei.
Er nennt sich im Buch Nihat AK, aber ich kenne ihn und seinen richtigen Namen aus dem Internet. Also so gut, wie man einen Menschen in Frankfurt am Main über das Internet eben kennen kann. Die Medien nennen Ausländer wie ihn einen Menschen mit Migrationshintergrund, nur um politisch korrekt zu sein. Ich finde das völlig unsinnig, weil man dann ja dann auch Frauen Menschen mit Menstruationshintergrund nennen müsste, nur um auch politisch korrekt zu sein.
Dieses politisch korrekte Deutsch ist einfach nur eine Kastration von Sprache wie bei der krampfhaften Verweiblichung der Anrede und Ausdruck, mit der Gleichberechtigung der Frau wenigstens simuliert werden sollte. Selbst wenn man sich politisch korrekt derart verbiegt und irgendwann die kaputte Anrede Menschinnen dabei rauskommt.
Nur ist das nicht mein Thema, meines ist das kleine Buch, das ich sehr entspannt gelesen habe.
Der Autor schreibt von den Eigenheiten, die er in der Türkei und in Deutschland als junger Mensch so erlebt hat und man erfährt, wie klein die Unterschiede im ganz normalen Leben eigentlich sind, wenn man z.B. auf Arbeitssuche ist. Er beschreibt aber auch sehr flüssig und unterhaltsam die uns Deutschen fremden Rituale in der Türkei, wenn Bspw. um Hochzeiten geht, bei denen es sehr viel prunkvoller zugeht.
Aber ich will nicht zu viel verraten, denn man soll das Buch ja kaufen und selbst lesen. Es ist in jedem Fall eine Anschaffung, die lohnt, denn das kleine Buch ist wirklich sehr lesenswert für Leute, die mehr über die Menschen mit ausländischen Wurzeln wissen wollen, die in Deutschland leben und sich dabei nicht langweile wollen.
Der junge Autor durchbricht so die Stereotypen und Vorurteile, die man sonst über seine Generation so hat. Das Buch war früher geplant, wie ich gelesen habe, aber so kommt es gerade richtig, weil sich in Deutschland wieder der Fremdenhass neue Wege bahnt, weil suspekte neue Führer ziemlichen Mist verkünden und die Deutschen mal wieder für jeden menschenfeindlichen Blödsinn zu haben sind.
Nur der Titel „Zurück“ist etwas verwirrend, denn der Autor wurde ja in Frankfurt/Main geboren und er könnte nur in die Heimat seiner Eltern zurück.
Er kann dahin auch zurück und beschreibt im Buch ganz lustig, wie er es für die Arbeit auch versucht hat, aber das soll bitte jeder selbst lesen, wenn er das Buch kauft. In den Zeiten, in denen aufgewiegelte Deutsche auf den Straßen sind und wie der Mörder Anders Behring Breivik tatsächlich etwas von einer angeblichen Islamisierung des Abendlands brüllen, ist dieses Buch eine willkommene Abwechslung, so entspannt, wie es geschrieben ist und sich auch liest.
Ich bewerte Bücher ja nicht allzu oft, aber dieses Buch über das Leben zwischen den Kulturen auf meiner Skala 10/10, denn es liest sich einfach gut.
Das Buch "Zurück" ist bei Amazon zu haben, denn der junge Autor hat deren Service genutzt und es dort auch verlegen lassen.
Ansonsten hat er es inzwischen auch beruflich geschafft. Näheres dazu findet sich im Buch.
Das ist im übrigen ein sehr gelungener Blick auf Menschen, die zwischen den Kulturen aufgewachsen sind.

Wer dazu eine Meinung hat, der bemühe den Link hier