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in dubio pro reo

„Im Zweifel für den Angeklagten“. Das sind das absehbare Ende und das Urteil im Prozess gegen Michael Jackson. Absolut unschuldig in allen 10 Anklagepunkten, so das doch etwas zweifelhafte Urteil der 12 Geschworenen im Missbrauchsprozess.
Für jeden, der sich öffentliche Prozesse in den USA in den letzten 15 Jahren angesehen hat, kommt dieser Freispruch nicht überraschend. Ob es nun beim Prozess gegen die vier Polizisten ging, die den Farbigen Rodney King sinnlos verprügelt hatten oder beim Prozess gegen den farbigen Sportler OJ Simpson, der seine Frau umgebracht haben soll, es gab immer wieder windige Anwälte vom Typ Thomas Mesereau, der Michael Jackson rausholte, die auf diese oder jene zweifelhafte Art einen Freispruch für ihre Mandanten für teures Geld erwirkt haben, um dann im nächsten Prozess noch mehr Geld verlangen zu dürfen.
Was jetzt den Prozess von Jackson angeht, so ist es völlig egal, wie unglaubwürdig Thomas Mesereau die Zeugen der Anklage gemacht hat, denn Michael Jackson hat ja zugegeben, dass er mit über 40 Jahren nackt zu 12 und 13jährigen Jungs ins Bett gestiegen ist. Das sollte nicht nur in den USA pervers und ekelhaft, sondern auch strafbar sein.
Aus dem jungen farbigen Sänger, der sich ernsthaft „King of Pop“ nennt und der vor 20 Jahren mal über Zombies gesungen hat, ist Dank anhaltender Selbstverstümmelung über die Jahre selbst eine Art weißer Zombiekönig geworden, der nicht nur scharf auf kleine Jungs ist, sondern nun nach zehn Mal unschuldig nicht nur nicht aus dem Verkehr gezogen wurde, sondern der jetzt nicht einmal eine Therapie besuchen muss.
Nun hat Thomas Mesereau, der windige Anwalt von Jackson, den Klägern gerne vorgeworfen, das sie nur auf eine Entschädigung und damit auf das Geld von Michael Jackson aus gewesen sein sollen. Selbst wenn da etwas dran ist, so liegt das doch am Rechtssystem der USA, wo eine Hausfrau von einer Fastfoodkette mehrere Millionen Dollar bekommt, nur weil der gekaufte Kaffee zu heiß war, dann meint man eigentlich, dass missbrauchten Kindern, die von einem nackten Zombie heimgesucht worden sind, doch wenigstens etwas Ähnliches zustehen müsse.
Nur ist das Rechtssystem der USA mittlerweile so verkommen, das es hauptsächlich zahlungskräftige Täter vor jeder strafe schützt und nicht deren Opfer.
In dem Land, wo ein Michael Jackson als unschuldig durch die Gegend rennen und nach neuen Jungs Ausschau halten darf, sitzen zur gleichen Zeit hunderte von Menschen in Guantanamo Bay ohne Gerichtsverhandlung ein, die noch nie einen Anwalt gesehen haben, der sie, vor welcher Anklage auch immer, verteidigen könnte.
Dieses „Zehn mal unschuldig“ war nicht nur der Freispruch für Michael Jackson, sondern das waren auch zehn Ohrfeigen für Justitia, die ja die Göttin des Rechts sein soll. Denn was immer da in Santa Maria gestern gesprochen wurde, mit Recht hatte das herzlich wenig zu tun!
Da kann es auch nicht beruhigen, wenn einzelne Geschworene jetzt bei CNN sagen, dass sie nicht von Jacksons Unschuld überzeugt sind, denn das Urteil hat es ja so nur einstimmig geben können.